Einführung

Piktogramme

GHS ist die Abkürzung für „Global Harmonisiertes System“. Es wurde von den Vereinten Nationen ausgearbeitet und strebt die weltweite Angleichung von Vorschriften zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrgütern und Gefahrstoffen bei der Beförderung und bei Tätigkeiten an. Das GHS behandelt physikalisch-chemische, Gesundheits- und Umweltgefahren. Das GHS der Vereinten Nationen wurde von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in einer eigenen Verordnung umgesetzt, die als GHS- oder als CLP-Verordnung bezeichnet wird. CLP steht für die englischsprachigen Begriffe "classification, labelling and packaging" (entsprechend Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung).

Bis zum 31. Mai 2015 wurde die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen durch die Stoffrichtlinie 67/548/EWG geregelt. Gemische wurden als Zubereitungen bezeichnet und in der Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG behandelt.

Am 1. Juni 2015 wurden diese EG-Richtlinien nach einem Übergangszeitraum durch die GHS-Verordnung abgelöst. Seit diesem Zeitpunkt dürfen Hersteller und Inverkehrbringer nur noch die neue Einstufung und Kennzeichnung nach GHS anwenden. Ausnahme: Lagerbestände mit der "alten". Kennzeichnung dürfen noch bis zum 31. Mai 2017 in Verkehr gebracht werden. Das bedeutet, dass Verwender von Chemikalien auch nach dem 1. Juni 2015 ggf. noch Chemikalien mit der "alten" Kennzeichnung geliefert bekommen.