Was ist neu?

Die GHS-Verordnung führt im Wesentlichen folgende Neuerungen ein:

Gefahrenklassen

Nach den nicht mehr geltenden EG-Richtlinien gab es 15 sogenannte Gefährlichkeitsmerkmale. Mit der GHS-Verordnung wurden 28 Gefahrenklassen eingeführt, die in Kategorien unterteilt sind. Dadurch ist das neue System differenzierter. Es ist keine 1 : 1 Übertragung vom alten System in das GHS möglich.

Gefahrenpiktogramme

Statt der schwarzen Gefahrensymbole auf orangefarbenem Hintergrund werden neue Piktogramme – rotumrandete auf der Spitze stehende weiße Quadrate mit einem schwarzen Symbol eingeführt.

Das Gefahrensymbol "Andreaskreuz" entfällt.



Eine Übersicht der Piktogramme finden Sie hier

Drei völlig neue Piktogramme werden eingeführt:




Gase unter Druck

Ausrufezeichen

Gesundheitsgefahr

Signalwörter

Nach der GHS-Verordnung wird auf dem Etikett eines der Signalwörter "Gefahr" oder "Achtung" genannt.

Gefahrenhinweise (H-Sätze)

Die R-Sätze werden durch Gefahrenhinweise (H-Sätze, engl.: hazard statement) ersetzt.

Sicherheitshinweise (P-Sätze)

Die S-Sätze werden durch Sicherheitshinweise (P-Sätze, engl.: precautionary statement) ersetzt.

Einstufungskriterien

Durch GHS kommt es zu Verschiebungen bei der Einstufung:
  • Einige gesundheitsschädliche Stoffe werden nach GHS als giftig eingestuft.
  • Viele Gemische werden nach GHS als "ätzend" statt vorher als "reizend" eingestuft.
  • Entzündbare Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 21°C bis einschließlich 60 °C, - früher ohne Gefahrensymbol - werden nach GHS mit dem Piktogramm "Flamme" gekennzeichnet.

Tabelle: Überblick über die Änderungen durch GHS

EG-Richtlinien
GHS-Verordnung
15 Gefährlichkeitsmerkmale
28 Gefahrenklassen mit Unterteilung in Kategorien

7 Gefahrensymbole

Piktogramm alt

Schwarze Symbole auf
orangefarbenem Grund

9 Gefahrenpiktogramme

Piktogramm neu

Rotumrandete Raute mit schwarzem Symbol auf weißem Grund

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Signalwörter "Gefahr" oder "Achtung"
R - Sätze
H - Sätze (Gefahrenhinweise)

S - Sätze

P - Sätze (Sicherheitshinweise)

Einstufungskriterien nach Stoffrichtlinie 67/548/EWG
und Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG

Einstufungskriterien nach GHS-VO EG/1272/2008


Nach der GHS-Verordnung wird der Begriff „Zubereitung“ durch den Begriff „Gemisch“ ersetzt.